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Ein schöner Traum

Können Menschen süchtig machen? Kann das Verlangen, in ihrer Nähe zu weilen, so überhand nehmen, dass alles andere überhaupt nicht mehr zählt? Bereitet das Bedürfnis, sie zu berühren, auch körperliche Schmerzen und Beschwerden wie beispielsweise Atemnot? Vernebelt es einem einem das Hirn so sehr, dass man nur noch doof grinsen kann und sich nichts anderes als diese Person wünscht? Ist es möglich, dass alles andere dermaßen in den Hintergrund tritt, dass es nicht mehr als eine verschwommene Kulisse ist?
Wenn das alles stimmen sollte, dann ist diese Sucht die schönste Begleiterscheinung der Liebe!

Während sie zu ihm hinüber schaute, flog ihr Füller kratzend über das Papier. Die Worte kamen wie ein Fluss. Es waren Gedanken, die zu wichtig, zu poetisch waren, um sie wieder zu vergessen. Sie fühlte genau das, wenn sie ihn nur ansah. Seine leuchtenden Augen, sein spitzbübisches, aber freundliches Lächeln ließen sie regelmäßig dahinschmelzen. Plötzlich kam er auf sie zu, alle anderen um sie herum standen auf. Es hatte zur Pause geläutet. Sie erhob sich und packte ihre Sachen zusammen. Er lächelte sie auf diese unnachahmliche Weise an. Ihre Hand hielt in ihrer Bewegung inne, als er sie berührte. Sie verlor sich in seinen Augen, als er ein kleines Stück näher an sie heranrutschte. Er suchte ihren Blick, und als sie die Entschlossenheit darin auffing, erschrak sie für einen Moment. Doch eine einzige seiner Bewegungen wischte die Unsicherheit fort, als wäre es Staub. Er streichelte ihre Hand und glitt mit den Fingerspitzen ihren Unterarm hinauf. Er verweilte in ihrer Armbeuge und schaute sie unverwandt an. Er beugte sich noch ein Stück näher zu ihr. Ihre Hand tastete sich vorsichtig an seinem Hals hinauf, bis sie seine Wange erreichte. Sie gab sich einen Ruck und küsste ihn direkt auf den Mund.

In diesem Moment knallte sie mit dem Kopf auf die Tischplatte. Der Lehrer musterte sie missbilligend und die Klasse kicherte. Sie seufzte peinlich berührt und wünschte sich, unter dem Tisch zu verschwinden.

5.10.11 19:17

Letzte Einträge: Heute gibt's zur Abwechslung mal eine Hausaufgabe. Dafür liebe ich Ethik. ;), Harry Potter Fanfiction Teil 1

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


LisaLovely / Website (11.10.11 19:41)
Die Einleitung/ Prolog bzw Vorwort(ich denke, du weisst was ich meine) ist wirklich richtig gut geschrieben - man kann sich sofort hineinversetzen und der Schreibstil allgemein "geht runter wie öl". besonders gefallen mir die rhetorischen Fragen die sich durch diese Einleitung ziehen, außer dem letzen Satz - die Antwort ; sehr stimmig!

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