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Als  erstes war da ein melodiöses Brummen, dass von der Zufahrtsstraße heraufschallte und mich aufhorchen ließ. Dann sah ich immer wieder etwas durch die Bäume funkeln und kurz darauf rollte ein Oldtimer knirschend unsere Straße hinauf. Ich war baff. Dieses Auto war ein absolutes Schmuckstück. Tannengrün lackiert, glänzte es mit chromblitzenden Scheinwerfern, Rücklichtern und Applikationen sowie silbernen Radkappen. Von diesem Anblick dermaßen verzückt, kletterte ich das Gerüst herunter und beobachtete das Auto zunächst von der Straße aus. Es fuhr hinter den Kuhstall, wendete und hielt dann auf dem Grünstreifen vor dem Haus der Nachbarn. Nun schlenderte ich neugierig hin, um es aus der Nähe zu betrachten. Ich fragte mich, wer diese außergewöhnliche Gefährt denn lenkte. Das erste, was ich von dieser unbekannten Person zu sehen bekam, war ein weißer Lederhandschuh, der auf dem Handrücken ein Loch und einen goldenen Druckknopf hatte. Dann schwangen sich makellos glatte Beine aus dem Wagen, die in hochhackigen schwarzen Lackpumps steckten. Wer war diese Frau? Das Geheimnis lüftete sich auch nicht, als sie in einer fließenden Bewegung aus dem Auto stieg. Sie trug ein schwarzes, ausgestelltes Kleid mit weißen Punkten sowie weinrotem Gürtel und Rüschen am Saum im Stil de 50er Jahre. Genauso sah auch ihre Frisur aus. Nun schob sie sich die geschwungene Sonnenbrille ins Haar und mir klappte buchstäblich die Kinnlade herab. Das war leibhaftig unsere Nachbarstochter! So hatte ich sie wirklich nicht in Erinnerung. „Hallo Benedikt“, grüßte sie mich kess lächelnd und lehnte sich an den Wagen. Sie sah aus wie hingegossen, so perfekt passte sie zu diesem Automobil. „Du scheinst ja ziemlich begeistert von meinem fahrbaren Untersatz zu sein?“, stellte sie fest und strich zärtlich über das Dach. Oh, fügte ich in Gedanken hinzu, nicht nur von dem Auto. Stattdessen aber fragte ich: „Wo hast du dieses Schätzchen her? Was ist das überhaupt für eine Marke?“ Mit einer Geste bedeutete sie mir, dass ich mit der Hand über die Motorhaube fahren durfte. „Das ist ein Austin Healey 3000, Baujahr 1967. Eine Freundin hat ihn mir geliehen, weil ich zu diesem Oldtimertreffen in der nächsten Stadt wollte, aber kein würdiges Präsentobjekt hatte.“ Ich trat näher auf sie zu und musterte sie von oben bis unten. „Aber das Kleid stammt von dir?“ Sie nickte. „Das gehört mir, ja.“ Ich zog nachdenklich die Augenbrauen zusammen. „Du ziehst das doch nicht im Hörsaal an, oder?“ Sie schüttelte energisch den Kopf, wobei eine Strähne aus dem sorgfältig nach hinten geklemmten Haar löste. „Ich trag das nur zu besonderen Anlässen wie eben diesen Treffen oder größeren Feierlichkeiten.“

Ich steckte meine Hände tief in die Taschen meiner Arbeitshose und schaute sie lange an. Sie war wirklich bezaubernd. Ihre schwarzen Augen blitzten frech und musterten mich aufmerksam. Mir wurde langsam seltsam zumute. Was sollte denn dieser prüfende Blick? Sie lachte auf. „Was ziehst du denn für ein Gesicht?“ Ich überlegte kurz, beugte mich vor, griff nach ihrer Hand und gab ihr einen, hoffentlich, Form vollendeten Handkuss. Als ich mich aufrichtete, lächelte sie mich verblüfft an. Dann zog sie mich rasch an sich heran. Sie legte mir den Arm um die Taille und küsste mich auf den Mund. Jetzt war ich verblüfft, schlang ihr die Arme um die Hüfte und war, jawohl, überglücklich.

21.8.11 14:52

Letzte Einträge: Heute gibt's zur Abwechslung mal eine Hausaufgabe. Dafür liebe ich Ethik. ;), Harry Potter Fanfiction Teil 1

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